Zwei Sprachen zu vermixen, das Welsche zu kaudern, kann unbeabsichtigt - oder amüsant sein.

»Deutsch - die schönste Sprache!« Kurt Stein nahm 1929 diese Anmaßung aufs Korn.

In seinem Buch »Die schönste Lengevitch« schreibt er: »Man hat mich gequestiont ob mei Büchlein a Purpose hat. Well, die Answer iss strickly »No«, except ich hoff dass es die Leut wo es verstehn amuseh tut, und die wo zu hochstirnig sein und es net begreife könne, plenty annoyt. Maybe können die Readers auch etwas draus lernen, aber ich hab mei Doubts. Of course, wenn a Reader shmart genug iss ... Ich leg kei Claims du didactischen Aspirations, und mei Pen iss net von dem »Infallibility« Brand [Marke »Unfehlbarkeit«], wo in die Ink von Omniscience [Allwissenheit] gedippt worden iss. 'S iss a common Ballpoint, wo usually net workeh tut.«

Unter dem Titel »Iss Progress Fortschritt?« schildert der deutsche Amerikaner, wie es auf den Universitäten zugeht.

Der alter Misssis Schmatz ihr Enkelkind ...
Geshtufft mit Knowledge, aber shy an Sex
Besucht die Grandma during der Vacation...

»Well Kind, was tun sie Euch denn alles teacheh
Dort auf der grossen University?«
»Oh, alles, Grandma. Xenophon and Nietzsche,
All kinds von Languages und History.
Ich hab in Sciences geshpecialized
Und major dies' Jahr in Biology.
Das iss a Field! So vast! Du wärst suprrized
Was für Improvements die Professors mache'.
Why, es iss nowadays a simple Sache
Life artificially zu reproduceh!«

»Is dat so! Golly, dass iss wunderbar!«
Sagt Grandma, »Shtill, mich tät's net so enthuseh.
Of course, 's iss upzudate, das iss ja wahr.
But, after all (sie heaved a couple Sighs).
Der alte Weg, ach, der war doch so nice.«

(Quelle: Kurt Stein: »Die schönste Lengevitch«, Crown Publishers, New York, 1953, S. vi und 49)